Dr. med. M. Schiemer
Ch. M. Müller
Th. A. Schädler
Orthopädiezentrum Neu-Ulm
Bahnhofstraße 39
89231 Neu-Ulm
Germany
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Ernährung und Lebensweise

Unser menschlicher Organismus braucht bestimmte Nährstoffe, um zu "funktionieren" und um Krankheiten abwenden zu können. Mangelhafte Ernährung kann das Gleichgewicht stören, das für unser Wohlbefinden notwendig ist. Ein Fehlen bestimmter Nahrungsbestandteile kann sich auf Zellen und Körperfunktionen nachteilig auswirken.
 

Derzeit sind rund 45 Nährstoffe bekannt, die als wichtig für den menschlichen Körper angesehen werden. Die Wissenschaft hat den Tagesbedarf der Entsprechenden Vitamine, Mineralien und Spurenelemente mittlerweile exakt bestimmt.

Es gibt Lebensabschnitte, in welchen der Bedarf an diesen Nährstoffen erhöht ist. Beispielsweise Wachstum, Schwangerschaft, Stillperiode, Alter.

Es gibt auch Lebensumstände, die ihrerseits einen starken Einfluss auf den Nährstoffbedarf unseres Körpers haben. Beispiele dafür sind:
Diät, Rauchen, Alkoholkonsum, Kaffee- und Teegenuss, Stress, schwere Erkrankungen, Belastung durch große Operationen, Bestrahlungen oder Chemotherapie.

Vorbeugung

Viele Krankheiten oder Befindlichkeitsstörungen lassen sich durch eine Umstellung der Ernährung nachhaltig vermeiden.
Richtige Ernährung schützt sogar erwiesenermaßen vor Krebs. Falsche Ernährungsgewohnheiten gelten nach dem Zigarettenrauchen als wichtigster Krebsauslöser. Man nimmt an, dass rund 35% aller Krebsfälle auf das Konto von Fehlernährung gehen.
Vor allem Obst und Gemüse enthalten Stoffe, die der Entstehung und dem Wachstum von Tumoren entgegenwirken. Dazu gehören beispielsweise die Vitamine E und C, aber auch sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. So beugt etwa der rote Farbstoff aus der Tomate, das Lykopin, dem Prostatakrebs vor.

Therapie

Bereits bestehende Erkrankungen oder Beschwerden können mit einer optimierten Ernährung günstig beeinflusst werden.
Dies gilt beispielsweise für folgende Probleme: Akne, Alzheimer, Arthrose, Blasenentzündung, Chronisches Müdigkeitssyndrom, Depression, Diabetes, Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Fibromyalgie, Hauterkrankungen, Herpes, KHK, Krebs, Zustand nach Apoplex, Multiple Sklerose, Neurodermitis, Nierenentzündungen, obere Atemwegs-Infekte, "offenes Bein", Osteoporose, Parkinson, Prostata-Erkrankungen, Psoriasis, Probleme mit Fingernägeln, Rheuma, Haarausfall, Haarprobleme, Klimakterische Beschwerden, langdauernde Behandlungen mit Antibiotika, Reduzierung der Medikamenten-Nebenwirkungen (z. B. Pille), Regelbeschwerden u. v. a. m.

Unsere heutige Ernährung

Die Ernährung der meisten Menschen ist jedoch oft nicht so, wie sie sein sollte.

Selbst wenn Lebensmittel optimaler Qualität zur Verfügung stehen, findet kaum jemand die Zeit, sich ausreichend um Auswahl, Zusammensetzung und Zubereitung zu kümmern.
 

Die Nahrungsmittel, die uns heute zur Verfügung stehen, sind im Gehalt an Nährstoffen oft nicht optimal:

  • Zunehmend werden Obst und Gemüse gentechnisch verändert. So sind z. B. 95% der Sojaprodukte heute bereits gentechnisch hergestellt.
  • Wegen der langen Transportwege werden viele Obst- und Gemüsearten vorzeitig (also bevor sie die für uns wertvollen Vitamine vollständig aufgebaut haben) geerntet. So finden wir im Supermarkt zwar optisch ansprechende "knackige" Tomaten vor, die Nahrungsbestandteile, die für uns wertvoll sind, sind jedoch nur zu einem Bruchteil enthalten.
  • Viele an sich hochwertige Lebensmittel werden aus Gründen der Haltbarkeit bestrahlt. Sie verlieren damit einen Teil ihrer wichtigen Nährstoffe.
  • Teils werden Nahrungsmittel soweit "veredelt", dass sie für uns Menschen bereits wieder wertlos werden. So wird z. B. heutzutage der Reis meist in geschälter Form (poliert) angeboten. Er klumpt so zwar nicht, die wertvollen Nahrungsbestandteile werden aber mit den Reisschalen verworfen.
  • Die wertvollen Nahrungsbestandteile, die in Obst oder Gemüse vorhanden sind, werden häufig durch die Zubereitung (z.B. im Dampfkochtopf) ausgekocht. Das nährstoffreiche Kochwasser wird verworfen, die Reste nehmen wir zu uns.
  • Oft wird durch das Schälen von Obst und Gemüse die Schicht, in der die Vitamine stark angereichert sind, vor dem Essen entfernt und verworfen.

Fazit: Wir erleben heute einen Mangel im Überfluss!

Nährstoffmangel

Ein Nährstoffmangel muss sich nicht unbedingt sofort oder dramatisch bemerkbar machen. Er kann sich eher schleichend durch uncharakteristische Symptome manifestieren, z. B. durch erhöhte Infektanfälligkeit, fehlenden Leistungsantrieb, Neigung zu Depressionen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopf-, Gelenk-, Muskel-Schmerzen, Schlafprobleme, Beschwerden mit unspezifischem Krankheitsbild.

Wie lassen sich Defizite ausgleichen? - Orthomolekulare Medizin

Das Ziel der "orthomolekularen Medizin" ist die Erhaltung der Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Nährstoffen im Körper.

Eine Möglichkeit, die Defizite der heutigen Ernährungsweise auszugleichen, scheint darin zu liegen, sich die mangelnden Nährstoffe durch Einnahme künstlich hergestellter Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zuzuführen.

Doch leider trügt hier oft der Schein.

  • Künstlich hergestellte Nährstoffe haben eine viel geringere Bioverfügbarkeit als diejenigen aus unserer natürlichen Umwelt. So ist beispielsweise der "Drehsinn" der künstlichen Vitamine anders als bei den natürlichen. Dies bedingt, dass die künstlich hergestellten Vitamine zum Teil in astronomisch hohen Dosen genommen werden müssen, um zumindest eine geringe Wirkung entfalten zu können. Diese "Mega-Dosen"können ihrerseits allerdings zu Schäden führen..
  • Die künstlich hergestellten Vitamine werden meist isoliert zugeführt (z. B. als Vitamin-C-Tablette). Eine Verarbeitung im Körper findet aber oft nicht ausreichend statt, weil andere Nahrungsbestandteile für diesen Vorgang fehlen.

Damit können künstlich hergestellte Nährstoffe das Problem der "Mangelernährung" in der heutigen Zeit nicht effizient beheben.

Ein Mangel an Nährstoffen sollte also durch natürliche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente ausgeglichen werden. Natürliche Nährstoffe können vom Körper optimal verarbeitet werden, da der menschliche Organismus sich in seiner gesamten Entwicklungsgeschichte an sie adaptiert hat.

Auch natürliche Nährstoffe wirken allerdings nicht sofort, sondern langsam und stetig. Eine Einnahme ist daher nur über einen längeren Zeitraum hinweg sinnvoll. Erst dann können sie die Gesundheit erheblich stabilisieren, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit verbessern und gegen Krankheiten vorbeugen.

Eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung kann allerdings durch die Zufuhr von Nährstoffen nicht ersetzt werden. Die Zufuhr von Nährstoffen im Sinne der orthomolekularen Medizin ist lediglich eine Ergänzung der Ernährung.

Präparate natürlichen Ursprungs (ohne synthetische oder genmanipulierte Bestandteile) sind leider nicht ganz billig, da die Herstellung sehr aufwendig ist. Trotzdem bewegen sich die Kosten für eine ausgewogene allgemeine Basis-Substitution lediglich in der Größenordnung einer Tasse Kaffee pro Tag.
Außerdem wird empfohlen, sich vor der Einnahme vom Arzt beraten zu lassen. Nur so lässt sich vermeiden, dass Geld für Präparate ausgegeben wird, die nicht erforderlich sind oder nicht ausreichend wirken.


Bei Fragen sprechen Sie uns an, wir informieren Sie gerne.


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